Arbeitslosigkeit in Deutschland Entwicklung,

Ursachen und Vorschläge zu ihrer Überwindung

 

1)Ki-whang Yun*

 

 

 

Ⅰ. Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland

 

 

1. Der Weg zur Vollbeschäftigung

 

  Der wirtschaftliche Neubeginn nach dem 2. Weltkrieg wurde mit dem Modell "Soziale Marktwirtschaft" in Angriff genommen. Man war der Überzeugung, daß die bereitgestellten Instrumente eine wirtschaftspolitische Steuerung des Marktes ermöglichten, wodurch Wirtschaftskrisen dauerhaft verhindert werden könnten. Die Wirtschaftsleistung wuchs in den Nachkriegsjahren enorm. Das Wirtschaftswachstum lag in den 50er Jahren im Durchschnitt bei jährlich acht Proent. Im Jahr 1955 wurde mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von knapp 12% ein Höhepunkt erreicht. (Tab. 1) Die Arbeitslosigkeit sank in diesem Zeitraum kontinuierlich von 1.6 Mio im Jahr 1950 auf 161 000 registrierte Arbeitslose im Jahr 1966. (Tab. 2) Die hohen Wachstumsraten, z.T. auch der Aufbau der Bundeswehr und die Verlängerung der Schulzeit trugen zur Vollbeschäftigung bei. Verbucht wurde diese positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt als Erfolg der Sozialen Marktwirtschaft. Ludwig Erhard sah 1960 das "Gespenst der Arbeitslosigket" gebannt:"…die freie Gesellschaft des Westens (verfügt) über Mittel (…), sich gegen die Wiederholung von Krisen zu wehren (…). Immerhin kann schon die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der letzten zwölf Jahre eine empirische Bestätigung dafür sein, daß das Gespenst der Arbeitslosigkeit als wirksam und endgültig gebannt angesehen werden darf."1)

 

Tab. 1

 

 

 

Tab. 2

 

 

 

  Als im Jahr 1967 die Arbeitslosigkeit sprunghaft auf 459 000 registrierte Arbeitslose anstieg, löste dies in Deutschland einen Schock aus. Der Konjunkturrückgang im Jahr 1966 dürfte mit verantwortlich für das vorzeitige Ende der Kanzlerschaft Ludwig Erhards gewesen sein. Aber schon 1970 waren die Arbeitslosenzahlen unter das Niveau von 1966 zurückgefallen, was die Auffassung bestätigte, daß mit Hilfe der Instrumente der Sozialen Marktwirtschaft das Ziel Vollbeschäftigung erreicht werden kann. Heute erscheinen die Arbeitslosenraten der sechziger Jahre geradezu utopisch.

 

 

2. Der Weg in die Arbeitslosigkeit.

 

  Die Ölkrise und weltweite Rezession 1974/75 ließen die Arbeitslosigkeit stark ansteigen. Sie bezifferte sich im Jahr 1975 auf 1,1 Mio registrierte Arbeitslose. Im konjunkturellen Aufschwung der folgenden Jahre konnten die Arbeitslosenzahlen bis 1979 nur auf 876 000 reduziert werden. In den 80er Jahren stieg die Arbeitslosenzahl auf über 2,2 Millionen und kletterte in den 90er Jahren auf heute 4,4 Millionen. (Tab. 3)

 

Tab. 3

 

 

 

  Die Arbeitslosigkeit in Deutschland stieg - wie die statistischen Zahlen zeigen - nicht kontinuierlich, sondern in Sprüngen. In der Aufschwungsphase konnte die in einer Rezession anhgestiegene Arbeitslosigkeit nur teilweise beseitigt werden, so daß ein Arbeitslosensockel verblieb, der nach jeder konjunkturellen Erholung höher wurde, Die gegenwärtige konjunkturelle Verbesserung geht sogar mit einer Erhöhung der Arbeitslosigkeit einher, wie folgende Zahlen aus dem Monatsbericht der Deutschen Bundesbank, Oktober 1997 zeigen:

 

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Preisen von 1991:

 

1995             1.8%

1996             1.4%

1. Hj. 1997       2.0%

 

registrierte Arbeitslose in Tsd.:

 

1995             3 612

1996             3 965

1. Vj. 1997       4 265

2. Vj. 1997       4 330

3. Vj. 1997       4 438

 

  "Die Arbeitslosenquote stieg in Ostdeutschland saisonbereinigt auf 19.2% nach 18.8% im August. In Westdeutschland blieb die Arbeitslosenquote unverändert bei 9.9%. Insgesamt waren damit in Deutschland saisonbereinigt 11.7% aller Erwerbspersonen ohne Beschäftigung."2)

 

  Ferner muß man berücksichtigen, daß 376 000 Personen im September an Kursen und Projekten zur beruflichen Weiterbildung teilnahmen und die Zahl der in Arbeitsbescha- ffungsmaßnahmen Beschäftigten 295 000 betrug.3)

  Eine schwer abschätzbare, aber ebenfalls bedeutende Zahl an Personen ist ohne Arbeit, auch nicht als arbeitslos registriert, möchte aber erwerbstätig sein. Man spricht hier von "Stiller Reserve". Die tatsächliche Arbeitslosigkeit ist also bedeutend höher als die der amtlichen Statistik.

 

  Besorgniserregend sind aber nicht nur die Höhe der Arbeitslosenzahien, sondern auch die strukturellen Probleme der Arbeitslosigkeit. So sind in Ost- und Westdeutschland zusammen ca. ein Drittel aller Arbeitslosen ununterbrochen länger als ein Jahr arbeitslos. Darüberhinaus können viele Personen ihre Arbeitslosigkeit nur kurzfristig unterberchen. Von dieser Langzeit- und Mehrfacharbeitslosigkeit sind vor allem ältere Menschen, benachteiligte Jugendliche, gering Qualifizierte und Menschen mit Behinderungen betroffen. Ein weiteres gravierendes. strukturelles Problem der Arbeitslosigkeit ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit.4)

 

  Erhards optimistische Erwartungen an die Soziale Marktwirtschaft haben sich zerschlagen. Das "Gespenst der Arbeitslosigkeit" bedroht uns wieder. "In Politik und Wirtschaft (geht) immer mehr die Angst um, daß wir bis zum Ende des Jahrtausends einen wirtschaftlichen Aufschwung ohne positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt erleben könnten. Wirtschaftliches Wachstum ohne Schaffung neuer Arbeitsplätze ("jobless growth") würde in der Tat massive gesellschaftliche Probleme mit sich bringen."5)

 

 

Ⅱ. Ursachen der hohen Arbeitslosigkeit

 

1. Wachstumsabschwächung?

 

  Vergleicht man die tatsächliche Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) mit dem erwarteten, so wird deutlich, daß das tatsächliche Wirtschaftswachstum nicht den erwartenten Verlauf genommen hat. Im langjährigen Durchschnitt wuchs das reale Sozialprodukt um ca. 50 Milliarden DM jährlich. Die Wachstumsrate wurde daher bei jährlich steigendem Sozialprodukt notwendigerweise immer kleiner. Sie beträgt z.Zt. ca. 2%. Es werden daher tatsächlich weniger Arbeitskräfte gebraucht als bei den zunächst erwarteten höheren Wachstumsraten. (Tab. 4) "Hätte sich das Wachstum allein von 1960 an mit prognostizierten Wachstumsraten von konstant vier Prozent pro Jahr entwickelt, würden unter den gegenwärtigen westdeutschen Produktionsbedingungen heute rund 14 Millionen Erwerbstätige mehr zur Erwirtschaftung dieses Sozialprodukts benötigt. In diesem Fall gäbe es also keinen Arbeitsplatz-, sondern einen nicht unerheblichen Arbeitskräftemangel."6)

 

Tab. 47)

 

 

 

  Der Zusammenhang Wirtschaftswachstum und Beschäftigung ist jedoch äußerst komplex. Die Frage, ob geringes Wirtschaftswachstum die Ursache für die hohe Arbeitslosigkeit sei, eine Zunahme des Wachstums also für mehr Beschäftigung sorgen könne, kann nicht eindeutig mit Ja beantwortet werden.

  Wirtschaftswachstum ist zweifellos für den Rückgang der Arbeitslosigkeit eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung. Zum einen sind Wachstumsraten von 4% und höher nicht nur aus Umweltschutzgründen äußerst bedenklich, zum andern ist die Beschäftigungsintensität des Wachstums relativ gering. Sie gibt an, um wieviel Prozent die Beschäftigung zu- bzw. abnimmt, wenn das Wirtschaftswachstum um 1% steigt bzw. fällt. Noch kann man in Deutschland nicht von "jobless growth" sprechen, aber die Beschäftigungsintensität des Wachstums ist angesichts der hohen Arbeitslosigkeit äußerst unbefriedig- end, so daß man sich keine allzu großen Hoffnungen machen sollte, mit Wirtschafts- wachstum die hohe Arbeitslosigkeit abbauen zu können. Horst Siebert verweist in diesem Zusammenhang auf empirische Beobachtungen, die belegen, daß nicht jede positive Wachstumsrate die Arbeitslosigkeit abbaut.(Tab. 5)

 

  Erst ab einer Schwelle, die in der Zeit von 1970 bis 1989 (ohne Berücksichtigung des Vereinigungsbooms) in Westdeutschland bei ca. 1,7 Proqent lag, nahm die Beschäftigung zu.

Horst Siebert stellt folgende Berechnung auf : "Eine Wachstumsrate von 2, 7 Prozent - also ein Prozentpunkt über der Beschäftigungsschwelle - würde bei 29 Millionen Erwerbstätigen einen Zuwachs von 115 000 Arbeitsplätzen pro Jahr bedeuten, infolgedessen das Problem der Arbeitslosigkeit von 2,7 Millionen Personen in Westdeutschland in absehbarer Zeit nicht lösen können."8) Sein Zwischenfazit lautet: "Das Beschäftigungsproblem kann durch Wachstum gemildert werden. aber auf dieses allein ist kein Verlaß. Im Grunde ist auch die Position nicht richtig, daß eine Volkswirtschaft, die nicht wächst, Arbeitslosigkeit hinzunehmen hat. Dies wäre eine Vergeudung von Ressourcen, Produktionsmöglichkeiten würden nicht ausgeschöpft. Selbst in einer stagnierenden Volkswirtschaft muß es gelingen, ein Gleichgewicht am Arbeitsmarkt mit einem günstigen Beschäftigungsstand zu finden."9)

 

  In Deutschland wurden vor allem im produzierenden Gewerbe Arbeitsplätze abgebaut (Tab. 6), und der Trend setzt sich noch fort. Der industrielle Sektor ist also für die Beschäftigung weit weniger bedeutend, als dies die Bundesbürger meinen. "Verfehlte Vorstellungen herrschen in der Öffentlichkeit auch darüber, welche Bedeutung die Großunternehmen für die Vergabe von Arbeitsplätzen haben. In der Wirtschaft Westdeutschlands gehen, mit Ausnahme des Staates, zwei Drittel der Beschäftigten in Betrieben mit weniger als 500 Mitarbeitern ihrer Tätigkeit nach, 44 Prozent der Arbeitsplätze bestehen in Betrieben mit wenger als 50 Beschäftigten. Die Beschäftigung wird also von den kleinen und den mittleren Betrieben getragen."10)

 

Tab. 511)

 

 

 

Tab. 612)

 

 

 

 

2. Produktivitätssteigerung

 

  Für die hohe Arbeitslosigkeit bzw. die zurückbleibende Arbeitskräftenachfrage ist vor allem die zunehmende Produktivität verantwortlich.

  Der steigende Einsatz von Maschinen als Ersatz der menschlichen Arbeitskraft, die Rationalisierung, führt dazu, daß das steigende Sozialprodukt mit immer weniger menschlicher Arbeitskraft produziert werden kann. " Ob öffentlich oder privat, staatlich stimuliert oder ganz und gar der unternehmerischen Privatinitialtive entsprungen - ein gegebenes Investitionsvolumen schafft immer weniger Arbeit. Der Grund dafür ist die Zunahme der Produktivität. In immer mehr Bereichen wird investiert, um mit weniger Arbeitskräften mehr zu produzieren, das heißt, das Verhältnis zwischen Investition und Arbeit ist partiell bereits umgekehrt proportional."13)

  Massive Rationalisierungsprozesse laufen jedoch nicht nur im verarbeitenden Gewerbe, sondern auch im Dienstleistungssektor ab: "Rationalisierungseffekte mit erheblichem Personalminderbedarf werden bereits in naher Zukunft durch Computerisierung im Bankenbereich erwartet, große Warenhausketten bauen Personal ab bzw. schließen ganze Häuser; im Öffentlichen Dienst dominieren Einstellungsstopps und massive Stellen- streichungen sowie Arbeitszeitverlängerungen; durch die Kürzungen im Gesundheitswesen ist ebenfalls mit erheblichen Arbeitsplatzverlusten zu rechnen, für die Bundespost wird ein Personalrückgang von 25 Prozent erwartet."14)

 

Tab. 7

 

 

 

   Wie den Tab. 4 und 7 zu entnehmen ist, waren 1960 ca. 56 Milliarden Arbeitsstunden notwendig, um ein BIP von ca. 1 000 Milliarden DM (in Preisen von 1991) zu erarbeiten. 1996 wurde in Westdeutschland ein BIP von 2800 Milliarden DM in nur 44 Milliarden Arbeitsstunden produziert. Die leichte Erhöhung im Jahr 1992 liegt im wesentlichen im Einigungsboom begründet. Norbert Reuter kommt zu folgendem Ergebnis: "Da der Produktivitätsfortschritt sich fortsetzen wird, ist davon auszugehen. daß auch in Zukunft ein weiter sinkender Arbeitseinsatz zur Produktion des Sozialprodukts benötigt werden wird. Um allein die derzeit 4,7 Millionen registrierten Arbeitslosen unter den gegenwärtigen westdeutschen Produktionsbedingungen beschäftigen zu können, müßte das BIP um rund 17 Prozent von 2,7 auf 3,2 Billionen DM (plus 452 Milliarden) dauerhaft erhöht werden. Gesetzt den Fall, eine solche Steigerung wäre grundsätzlich möglich, könnte sie nur über viele Jahre verteilt realisiert werden. Da in dieser Zeit aber weiterer Produktivitätsfortschritt stattfindet, der die Arbeitsplatzwirkung eines steigenden BIP zu einem Teil immer wieder zunichte macht, müßte dessen Wachstum in Abhängigkeit vom Ausmaß des Produktivität- sfortschritts noch wesentlich höher liegen."15)

 

3. Globalisierung

 

  Das weltwirtschaftliche Umfeld hat sich nach Norbert Berthold wie folgt verändert:

"※ Erstens wurden Barrieren im grenzüberschreitenden Güter-, Dienstleistungs - und Kapitalverkehr beseitigt, die in früheren Zeiten durch politische Entscheidungen errichtet wurden. Weltweite handelspolitische Vereinbarungen, regionale Übereinkünfte und unilaterale Entscheidungen haben geholfen, die Märkte stäker zu öffnen.

※ Zweitens wurden technische Handelsschranken abgebaut, da Transport und Kom- munikation weltweit besser, schneller und billiger wuren. Die sinkenden Transaktions- kosten haben die Globalisierung der Absatzmärkte und die Internationalisierung der Produktionsstandorte begünstigt. Der Boom bei den Direktinvestitionen deutet darauf hin, daß die Unternehmungen gelernt haben, die weltweit kostengünstigsten Standorte zu nutzen.

※ Drittens haben niedrigere Handelshemmnisse, mobileres Kapital und ein schnellerer internationaler Wissenstransfer dazu beigetragen, die Rolle der Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländer als Anbieter von Industriegütern zu stärken. Die entwickelten Volkswirtschaften gerieten unter einen verschärten Wettbewerbsdruck."16)

 

  Die veränderten wirtschaftlichen Gegebenheiten haben in den entwickelten Volkswirt- schafen - und die Bundesrepublik Deutschland zählt dazu - zur Folge, daß einfache Arbeit wegrationalisiert oder ins Ausland exportiert wird. Die Produktion arbeitsintensiver Güter geht aufgrund der hohen Lohnkosten in Deutschland zurück.

  Aber auch Dienstleistungen werden immer leichter handelbar. "Seit Mitte der achtziger Jahre wächst der internationale Handel mit Dienstleistungen jedoch in Raten, die weit über denen des Warenhandels liegen und beträgt heute (ohne Einkommen aus Kapitalanlagen) fast 30 Prozent des Welthandels. Im Gegensatz zum Warenhandel handelt es sich hierbei um einen weitgehend 'unsichtbaren' Handel, der konzernintern und zwischen Computert- erminals erfolgt und nur äußerst schwer zu erfassen bzw. zu regulieren ist."17)

  Die gestiegene Mobilität von Kapital bringt mit sich, daß Staaten oft in einen Wettlauf um die Schaffung von höheren Anreizen für Investitionen treten, z. B. Steuererleichterungen, Bereitstellen von Infrastruktur, niedrige Lohn(neben)kosten. Sie haben immer größere Probleme, "ihre Ökonomien zu besteuern und somit die Grundlage des Wohlfahrtsstaates zu gewährleisten."18) Die hohe Attraktivität, Geld außerhalb des Nationalstaates anzulegen, veranlaßt auch Unternehmer, die hohen Profite nicht zu reinvestieren, sondern spekulative Geschäfte an den internationalen Börsen zu tätigen, "Mit guten Gründen wird hier argumentiert, daß die globalen Geldmärkte mit ihrem täglichen Umsatz von über einer billion US-Dollar genau das Kapital aufsaugen, das binnenwirtschaftlich für neue Investitionen und Arbeitsplätze benötigt würde."19)

 

4. Mangelnde Flexibilität des Arbeitsmarktes

 

  Die manglnde Flexibilität des Arbeitsmarktes wird mitverantwortlich für die hohe Arbeitslosigkeit gemacht. Dieser hat insofern eine Sonderrolle, als nach Art. 9. Abs. 3 GG und §1 Tarifvertragsgesetz die Tarifparteien - Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände - im Namen ihrer angeschlossenen Verbände Tarifverträge abschließen können: § 1 TVG:Die Regelung von Entgelten und sonstigen Arbeitsbedingungen erfolgt grundsätzlich in freier Vereinbarung zwischen den Tarifvertragsparteien durch Tarifverträge.

  Das kartellförmige Preisbildungsverfahren wirkt sich auch auf die Beschäftigung aus. Eine Wichtige Bestimmungsgröße der Lohnentwicklung ist die Produktivitätssteigerung. "Andererseits reicht die Verantwortlichkeit der Tarifparteien jedoch über die für den Gleichlauf von Lohn - und Produktivitätsentwicklung hinaus. Im Falle bereits bestehender Arbeitslosigkeit sind Abweichungen nach unten ebenso erforderlich wie im Falle notwendiger Kompensation anderer nicht vermeidbarer Kostensteigerungen."20) Auch H. Siebert kommt zu dem Ergebnis, daß bei Arbeitslosigkeit von der Produktivitätsregel ein Abschlag gemacht werden muß. Seinen Ausführungen zufolge "müßte pro 500 000 Arbeitslose, also zwei Prozent der beschäftigten Arbeitnehmer, ein Abschlag bei der Produktivitätsregel von einem Prozentpunkt gemacht werden."21) Bei einer Arbeitslosig- keit von 4 Mio müßte acht Jahre lang so verfahren werden. Tatsächlich sind die Löhne in Deutschland aber stärker gestiegen, weshalb auch der Lohnpolitik eine Mitschuld an der hohen Arbeitslosigkeit gegeben wird. Die "arbeitsplatzbesitzenden Insider" können ihre Verhandlungsamacht nutzen, um die tendenziell überhöhten Löhne durchzusetzen. Diese Verhandlungsmacht ergibt sich u.a. daraus, daß die Gewerkschaftsmacht sie stützt und daß der Staat Regulierungen zugunsten der Arbeitsplaetzbesitzenden getroffen hat, wie z. B. Kündigungschutz, Arbeitszetre- gelungen, Bestimmungen hinsicht Überstunden, Urlaub, befristeter Arbeitsverträge und Mindestlöhne. "So erklärt sich, warum ein Austausch der Insider durch weniger Lohn fordernde Arbeitslose praktisch nicht stattfindet."22)

 

 

Ⅲ. Vorschläge zur Überwindung der Arbeitslosigkeit

 

  Welche Rezepte sind geeignet, Deutschland aus der Beschäftigungskrise zu führen? Von den vielen Vorschlägen, die diskutiert werden, sollen hier einige angesprochen werden.

 

1. Bessere Ausbildung

 

  Für viele liegt der Königsweg darin, die Beschäftigten besser zu qualifizieren. "Verstärkte Investitionen in Humankapital verringern den Druck, der durch die weltwirtschaftlichen Herausforderungen für einfache Arbeit in entwickelten Volkswirtschaften entsteht. Die Gefahr, arbeitslos zu werden, geht für die Arbeitnehmer zurück, die bisher wenig qualifiziert waren, nun aber produktiver sind. ... Es scheint fast so, als ob man damit das wirtschaftspolitische Dilemma lösen könnte, wenn man gezielt auf verstärkte Investitionen in Humankapital der wenig qualifizierten Arbeitnehmer setzt."23) Aber hat man damit den Stein der Weisen gefunden? Leider nicht, denn Maßnahmen der Qualifizierung führen nicht immer zum Ziel. Es ist nicht möglich, alle Arbeitnehmer so zu qualifizieren, daß sie vor dem weltweiten Wettbewerb geschützt sind. Nicht alle Menschen in einem Staat eignen sich für die Berufe, die derzeit in der Wirtschaft gebraucht werden (z. B. Biogenetiker, Software- Ingenieure). "Sollte es einer einzelnen Nation gelingen, ein ganzes Volk von Mathematikern, Software-Ingenieuren, Biogenetikern und Managementexperten heranzubilden, dann würde es zwar auf den angebotenen Posten der internationalen Großunternehmen stärker als andere Nationen verteten sein, aber deswegen würde die Zahl dieser Stellen sich kaum vergrößern. So wünschenswert eine bessere Bildung zweifellos ist ... eine Medizin gegen den Verlust von Arbeit und Industrien dürfte sie kaum darstellen."24)

Es ist auch nicht unproblematisch, die schulische Bildung zunehmend auf Bedürfnisse der Wirtschaft abzustellen. Bildung sollte nicht nur ein "permanenter Drill zum ökonomischen Überleben"25) sein.

 

2. Arbeitszeitverkürzung und Teilzeitarbeit

 

  Ein viel diskutierter Vorschlag ist die Verteilung der vorhandenen Arbeit auf mehrere Schultern. Das Modell Volkswagen wird hier als Beleg aufgeführt: Die Einführug der 4-Tage-Woche ohne Lohnausgleich hat Arbeitsplätze gesichert. Das Modell wurde von den meisten Be schäftigten akzeptiert. Sie sind über die vermehrte Freizeit froh und nehmen das Mindereinkommen zugunsten eines gesicherten Arbeitsplatzes in Kauf. Auch in den Niederlanden hat man die offizielle Arbeitslosigkeit durch Vermehrung der Teilzeitarbeit reduzieren können.

  Allerdings sing Bedenken und Zweifel gegen diese Maßnahmen angebracht. So ist es fraglich, ob sich diese Arbeitsteilung im größeren Umfang durchführen lasse. Dem stehen organisatorische Probleme in Unternehmen, vor allem in Klein- und Mittelbetrieben ebenso entgegen wie die Tatsache, daß es erhebliche Unterschiede in den Anforderungsprofilen der Arbeitsplätze gibt und die Tätigkeit eines Arbeitnehmers nicht immer geteilt und durch einen anderen ausgeführt werden kann. Da eine Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich eine z. Zt. nicht durchsetzbare und verantwortbare Lohnsteigerung bedeuten würde, käme nur die Lohnsteigerung ohne Lohnausgleich in Frage. Ein Großteil der beschäftigten Arbeitnehmer ist aber nicht zu diesem Einkommensverlust bereit, zumal die Realein- kommen in den letzten Jahren gesunken sind : "Im Zeitraum 1990 bis 1994 nimmt das Nettoeinkommen real mit 0,7 Prozent ab. 1994 sinkt das Nettoeinkommen nominal um 0,6 Prozent, es nimmt real um über 2 Prozent ab."26)

  Auch der internationale Wettbewerb darf nicht übersehen werden. In Westdeutschland liegt die Soll-Arbeitszeit im verarbeitenden Gewerbe etwa 20 Prozent unter der Soll-Arbeitszeit in Japan. Mit einer weiteren Verkürzung der Arbeitszeit läßt sich nach Siebert die Wettbewerbsfähigkeit nicht zurückgewinnen.27)

 

3. Innovationen

 

  Eine wichtige Forderung lautet, die Innovationsanstrengungen zu erhöhen und die Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung zu verbessern. Wenn neue Produkte auf eine elastische Nachfrage stoßen, so kann die Industrie-Beschäftigung stabilistiert, evtl. vergrößert werden. Arbeitsträchtiges Wachstum erhofft man sich vor allem im High-Tech-Bereich. "Dies funktionierte in der Bundesrepublik bis Mitte der siebziger Jahre, weil nach Roland Schettkat drei Entwicklungen zusammenkamen: Produktivitäts- steigerungen führten zu relativen Preissenkungen, die sowohl eine Absatzausweitung und Beschäftigungserhöhung .... als auch Einkommenssteigerungen zur Folge hatten."28)

Die Arbeitnehmer verwendeten ihre gestiegenen Einkommen zum Kauf von Produkten aus Wirtschaftszweigen mit hohen Produktivitätsgewinnen, z. B. Kühlschank, Waschmaschine, Autos. Heute überkompensiert der arbeitssparende Effekt der Produktivitätssteigerung den beschäftigungsexpansiven Effekt des Wirtschaftswachstums, "so daß der beschäftigungs- politische Erfolg dieses Kurses mehr als zweifelhaft scheint, selbst wenn man bereit wäre, seine Nebenfolgen hinzunehmen."29)

 

4. Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor

 

  Entscheidende Impulse erwartet man vom Dienstleistungssektor. Angesichts bestehender Defizite, z. B. im Gesundheitsbereich, bei der Kinderbetreuung und im Umweltschutz, wäre eine Ausweitung des Dienstleistungsangebots wünschenswert. "Wenn es gelänge, die Produktivitätssteigerungen im preis-und einkommenselastischen Dienstleistungsbereich zu erhöhen, dann könnte es zu einem neuen Aufschwung, ähnlich der vom Industriegütersektor getragenen Expansivschwung, ähnlich der vom Industriegütersektor getragenen Expan- sionsphase, kommen. Die 'beschäftigungspolitische Hoffnung' der Dienstleistungs- beschäftigung liegt deshalb im Gegensatz zur Fourasti, eschen Analyse-Wonach die Beochäftigung gerade bei gerimgen Produktionssteigerungen zunimmt-nicht in geringen, sondern in hohen Produktivitätssteigerungen. Die Produktionssteigerungen ermöglichen Preissenkungen, die zu einer die arbeitssparenden Effekte überkompensierenden Ausweitung der Nachfrage führen können. Eine positive Rückkopplung von Produktivitäts- steigerung, Einkommenswachstum und Beschäftigungsstabilität, wie sie die industrielle Entwicklungsphase prägte, kann im Prinzip also auch auf Dienstleistungen basieren, wenn es zu produktivitätssteigernden Innovationen Kommt."30)

Bei Banken und der Telekommunikation ist es schon zu einer solchen Entwicklung gekommen. Aber bei den meisten personenbezogenen Dienstleistungen ist die Produktivitäts- steigerung nur gering.

Nun könnten personenbezogene Dienstleistungen von staatlicher Seite angeboten und angemessen gut bezahlt werden. Das würde allerdings den Staatssektor ausweiten und zu Steuererhöhungen führen, wenn es auf diesen Arbeitsplätzen zu keinen Produktivitäts- fortschritten kommt. Aufgrund der momentanen Finanzlage der Öffentlichen Hand ist diese Option allerdings auszuschließen.

  Auf privaten Märkten werden personenbezogene Dienstleistungen nur nachgefragt, wenn die Preise nicht zu hoch sind. Für qualifizierte Dienstleistungen wird aber bei geringem Verdienst der Anreiz gering sein, diese Tätigkeit auszuführen. Es könnten nun "solche Dienstleistungen subventioniert werden, deren gesellschaftlicher Nutzen höher als die individuelle Zahlungsbereitschaft (Nutzen) ist oder deren Konsum gesellschaftlich erwünscht ist."31) Lohnsubventionierung ist aber bei leeren Kassen des Staates z. Zt. ebenfalls nicht möglich.

 

Schlußbemerkung :

 

  Unbestritten ist, daß es Ziel der Wirtschaftspolitik sein muß, für hohen Beschäftigungs- stand zu sorgen. In Deutschland scheint die Politik z.Zt. nicht in der Lage zu sein, die Arbeitslosigkeit abzubauen, bzw. ihr selbstgestecktes Ziel, die Arbeitslosigkeit bis zum Jahr 2000 zu halbieren, zu erreichen, Falls es aber nicht gelingt, hier Fortschritte zu erzielen, besteht die Gefahr, daß die gegenwärtigen sozialen Leistungen nicht mehr erbracht werden können, daß der soziale und politische Friede gefährdet ist und der Wohlstand der Bevölkerung abnehmen wird.

 

Literaturverzeichnis :

 

Berthold, Norbert : Arbeitslosigkeit oder Einkommensungleichheit - Fluch globaler Märkte? in : Politische Studien                            Nr. 352, März/April 1997, Hrsg. Hanns Seidel Stiftung eV, Atwerb Verlag KG

 

Butterweck, Helmut : Das Sozialsystem ist in einer Krise, aber : Die Rückkehr der Arbeit in die Produktion ist                                machbar, in : Kempfenhausener Notizen, 6/96, Hrsg. Bay. Hypotheken - und Wechselbank                                AG

 

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Funk L./Knappe E. : Neue Wege aus der Arbeitslosigkeit, in : Aus Politik und Zeit- geschichte, Beilage zur                              Wochenzeitung Das Parlament, B 3-4/96 vom 12. 1.96

 

Görgens, Egon : Tarifautonomie und Beschäftigung, Volkswirtschaftliche Korrespondenz der                                  Adolf-Weber-Stiftung, 2/97

 

Jenner, Gero : Die arbeitslose Gesellschaft. Gefährdet Globalisierung den Wohlstand? Fischer                              Taschenbuch-Verlag, Frankfurt/Main 1997

 

Mendius, H. G. : Arbeitsgesellschaft am Ende oder vor zukunftsfähigen Perspektiven? in : Aus Politik und                            Zeitgeschichte, Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, B 35/97 vom 22.8.97

 

Neyer, J./Seeleib-Kaiser, M.: Arbeitsmarktpolitik nach dem Wohlfahrtsstaat. Konsequenzen der ökonomischen                                           Globalisierung. in : Aus Politik und Zeitgeschichte, Beilage zur Wochenzeitung Das                                           Parlament, B. 26/96 vom 21.6.96

 

Reuter, Norbert : Arbeitslosigkeit bei ausbleibendem Wachstum - das Ende der Arbeitsm- arktpolitik? in : Aus                         Politik und Zeitgeschichte, Beilage zur Wochenzei- tung Das Parlament, B 35/97 vom 22.8.1997

 

Schettkat, Ronald : Das Beschäftigungsproblem der Industriegesellschaften, in: Aus Politik und Zeitgeschichte,                              Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, B 26/96, vom 21. Juni 96

 

Siebert, Horst : Geht den Deutschen die Arbeit aus? Goldmann Verlag München 1995

 

Walwei, Ulrich : Beschäftigungssicherung durch Umban des Sozialstaates, in: Politische Studien Nr. 352,                         März/April 1997, Hrsg. Hanns Seidel Stiftung eV, Atwerb-Verlag, München

 

Monatsbericht der Deutschen Bundesbank, Oktober 1997

Süddeutsche Zeitung vom 7.10.1997

 

 

 

국문요약

 

독일의 실업문제

윤  기  황

 

 

  제2차세계대전 후 독일 경제는 사회시장경제의 모델을 가지고 새롭게 시작되었다. 1945/75년 전 세계적인 석유파동까지는 실업율을 감소시키는데 성공하였으나 그 이후로 실업자 수가 상당히 증대되었다. 경기 상승 후에는 번번히 실업자의 저변층이 더욱 확대되었다.

  오늘날 독일의 실업자 수는 약 450만명에 이르렀고, 실업율은 11.7%이다.

  실업의 원인은 다양하다. 미약한 고용 창출도 하나의 원인이 되지만, 가장 큰 원인은 생산성이다. 독일 경제도 지구촌화된 경제에 적응해야하는 압박을 받고 있다. 유연치못한 독일의 노동시장도 궁극적으로는 고용 결핍에 대한 책임을 면치 못하고 있다.

  실업을 극복하기위한 많은 대책들이 제기되고 있다. 한편에서는 좀 더 양질의 직업교육이 왕도라고 생각하고 있고, 다른 한편에서는 노동시간 단축과 시간제 고용에서 그 해결책을 찾고 있다. 혹자는 연구와 개발 분야에서 각별한 노력을 기울일 것을 요구하고 있으며, 또 서비스업 부문에 커다란 희망을 걸고 있다.

  그러나 이러한 대책들은 그 효과에 있어서 한시적이거나 조건부로 시행되어야 한다. 그러므로 독일 노동시장에 대한 예측은 어두운 편이다.

 

 

각주

 

* Professor für Deutschlandkunde, DONG-A Universität

1) Ludwig Erhard, Deutsche Wirtschaftspolitik, Der Weg der Sozialen Marktwirtschaft, Düsseldorf 1992, S. 487

2) Monatsbericht der Deutschen Bundesbank, Oktober 1997. S. 14

3) ebda. S. 14

4) Ulrich Walwei. Beschäftigungssicherung durch Umb며 des Sozialstaates, in Politische Studien, Heft. 352, S.    20

5) ebda. S. 20

6) Norbert Reuter, Arbeitslosigkeit bei ausbleibendem Wachstum - das Ende der Arbeitsmarktpolitik? in : Aus    Politik und Zeitgeschichte, B. 35/97, S. 7

7) ebda. S. 6

8) Horst Siebert, Geht. den Deutschen die Arbeit aus?. Goldmann Verlag. München 1995. S. 64/66

9) ebda S. 67

10) ebda. S. 69

11) ebda. S. 65

12) Süddeutsche Zeitung von 7, 10. 1997

13) Helmut Butterweck, Das Sozialsystem ist in einer Krise, aber : Die Rückkehr der Arbeit in die Produktion ist     machbar, in Kempfenhausener Notizen, 6/96. Hrsg.: Bay. Hypotheken- und Wechsel-Bank AG. S. 7

14) Hans Gerhard Mendius. Arbeitsgesellschaft am Ende oder vor zukunftsfähigen Perspektiven? in: Aus Politik     und Zeitgeschichte. B 35/97, Anm. 9 S. 16

15) Norbert Reuter, Arbeitslosigkeit bei ausbleibendem Wachstum B. 35/97. S. 8

16) Norbert Berthold, Arbeitslosigkeit oder Einkommensungleichheit - Fluch globaler Märkte? in : Politische     Studien März/April 1997. Hrsg. Hanns Seidel Stiftung e V. Atwerb-Verlag. S. 37

17) Jürgen Neyer/Martin Seeleib-Kaiser, Arbeitsmarktpolitik nach dem Wohlfahrtsstaat Konsequenzen der     ökonomischen Globalisierung, in Aus Politik und Zeitgeschichte 26/96, S. 38

18) ebda S. 37

19) ebda S. 38

20) Prof. Dr. Egon Görgens, Tarifautonomie und Beschäftigung, Volkswirtschaftliche Korrespondenz der     Adolf-Weber-Stiftung, 2/1997, S. 3

21) H. Siebert, Geht den Deutschen die Arbeit aus, S. 77

22) L. Funk/E Knappe, Neue Wege aus der Arbeitslosigkeit in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 3-4/96, S. 21

23) Norbert Berthold, Arbeitslosigkeit oder Einkommensungleichheit-Fluch globaler Märkte? in: Prolitische     Studien, März/April 1997. S. 48

24) G. Jenner, Die arbeitslose Gesellschaft, Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt /Main, 1997, S. 188/189

25) ebdea. S. 188

26) H. Siebert, Geht den Deutschen die Arbeit aus? Goldmann Verlag, München 1995. S. 193

27) ebda. S. 195

28) H. g. Mendius, Arbeitsgesellschaft am Ende oder vor zukunftsfähigen Perspektiven? in : Aus Politik und     Zeitgeschichte, B. 35/97, S. 15

29) Ronals Schettkat, Das Beschäftigungsproblem der Industriegesellschaften, in: Aus Politik und     Zeitgeschichte, B 26/96, S. 33

30) Ronals Schettkat, Das Beschäftigungsproblem der Industriegesellschaften, in: Aus Politik und     Zeitgeschichte, B 26/96, S. 33

31) ebda. S. 34